Zwischen – Poesie

1993 Drei_und_keiner_zuviel Carlo Azwischen

 

Liebe heißt heute der Feind

Geburtstagsgruß und Attentartar

Mensch, bist Du noch da?

Am Ofen liegen die Doofen

Ich liege zwischen Beck & Co

Zwischen ihr, mir und ihr

 

Jetzt erklimme ich die Leiter!

Warum hat sie so wenige Sprossen?

Kann stürzen, nicht entfliehen

Ohne Fallschirm – Notlandung –

Zerschlagen ich mich finde

Zwischen ihr, mir und ihr

 

Um 4 Uhr nachts Narr erschlagen

Steht übermorgen in der Zeitung

Vom großen Herzen zerfressen

Gebeine für große Seifenblasen

In tausende Tröpfchen zersprungen

Zwischen ihr, mir und ihr

 

Drei Tage danach großes Interview

Der Pfarrer predigt den Sargdeckel tot

Darunter liege ich und kratze mich

Sehe heißen Catsuit contra Sinnlichkeit

Kehre mich einfach weg

Zwischen ihr, mir und ihr

 

Der Kobolt ist doch noch aufgestanden

Und hat soeben die Zeche geprellt

Hirnamputiert wurde er als Strafe

Sich verlaufen hat man ihn gesehen

Verloren zwischen Ungeschick gehängt

Zwischen ihr, mir und ihr

 

Ungeschick, Erleichterung heißt heute der Freund

Tut mir leid und ich liebe Dich!

Kein Gefühl aus Telefonsalat schmeckt

In kaltem Kaffee Enten tauchen

Wie ein Tölpel hinterher, tauche ich auch

Zwischen ihr, mir und ihr

 

Lachen wollten ihn sie machen

Lächerlich fühlt er sich selbst

Durch Entscheidungsfreiheit in den Träumertod

Scheiterhaufen, die Leiter schon brennt

Erst in seiner Not merkt er, dass er sich verrennt

Zwischen ihr, mir und ihr

 

Dumm, dusslig, dämlich – ich doch bin

Nein nur blind! Voller Liebe!

Gefühle nackt und unerschrocken

Klappern an zittrigen Kieferknochen

Und mein Herzblut wirdabgefüllt

Zwischen ihr, mir und ihr

 

Der Trottel hat an Sehnsucht sich tot gefressen

Seinen Laib trug man in Berlin zu Grabe

Seine Gefühle sind in München verscharrt

Sein Herz sich in allen Richtungen verstreute

Letztendlich, die Entscheidung fiel heute

Zwischen ihr, mir und ihr

 

Für Narben, welche irgend wann heilen

Für Liebe, zwischen Freundschaft sortiert

Für Bilder, die mit Träumen produziert

Und

Dass man Liebe nie verliert

 

– Carlo Wanka 1991

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